Inhalt:
4. Modifikationen an der Winde
5. Erfahrungsstand nach 12 Monaten
7. FAQ (Häufig gestellte Fragen)
![]() Ebenberg |
| 1. Warum Kunststoffseil? | |
| In vielen Bereichen wurde in den letzten Jahrzehnten der "klassische" Werkstoff Stahl durch Kunststoff ersetzt. | Auch im Bereich Seile/ Tauwerk wird heute im Bereich hochfest und leicht fast nur noch mit Kunstfasern gearbeitet. |
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mit amorphen u. kristallinen Bereichen |
| 2. Auswahl der Fasern | |
| Ausgesucht haben wir nach einer Forderungsmatrix mit den Vorgaben: Hohe Festigkeit, geringe Elastizität, UV-Stabilität und Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinfluß. Übrig blieb letztendlich DYNEEMA, ein hoch gerecktes Polyethylen. Mit der Firma Lippmann in Hamburg wurde dann das Seil entgültig entwickelt. |
Diese Seilspezialisten legten die Anzahl der zu flechtenden Kardeelen, deren Filamentvolumen und damit den Flechtwinkel, und schliesslich das abschliessende Coating fest. Heraus kam: 12 fach geflochtener Schlauch und einem Seildurchmesser von 4,5 mm. 1000m wiegen 9,2 kp, die Bruchlast entspricht 20000 N. |
| 3. Knoten bzw. Spleißtechnik | |
| Wir haben verschiedene Knoten ausprobiert; ---taugt alles nicht. Aber:"no problem". Da das Seil eine Schlauch- konstruktion ist, reicht ein Ineinanderstecken der Enden aus. Damit das Seil ohne Last nicht auseinandergeht, muß das Spleißende vorher ein paar mal durchgeschlauft werden. Das geht ganz fix. |
![]() Vor - und nach dem Zugtest |
![]() gestauchtes Seil |
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| 4. Modifikationen an der Winde | |
| Wir haben die Seiltrommeln abgeschliffen und lackiert sowie die Seileinlaufrollen poliert. (Jede unnötige Reibung vermeiden!) Notwendige Veränderung: Die Kappvorrichtung. Die gängige Abschervorrichtung muss man ersetzen. |
Ein Dyneemaseil wird lediglich gequetscht. Ein Durchschneiden ist so nicht möglich. Da hilft nur das System Fallmesser auf Ambos, bei uns ein Messingblock. Damit konnten wir auch 3 spannungsfreie, reingeschobe Schleppseile gleichzeitig abhacken! |
![]() gekappte Seile | |
| 5. Erfahrungsstand nach 12 Monaten | |
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| a. Seilauszug | |
Am 31.12.2001 wurden bei Windstille die ersten Starts mit dem Seil geflogen. Die Bedingungen waren für Segelflug untypisch, für den Seilverschleiß und die Seiltemperatur aber optimal. Auf dem Segelfluggelände Landau / Ebenberg lagen 15 cm Schnee bei - 7 Grad Celsius und 1030 mbar Luftdruck. ![]() Das Stahlseil konnte nicht zum Vergleich verwendet werden, weil der höhere Widerstand des Stahlseils am Boden das Ausziehen mit dem Rückholwagen auf der glatten Piste unmöglich machte. |
![]() Hierbei fiel auf, dass sich das leichte Seil von einer Person ausziehen lies, obwohl schon ca. 1200 m auf der Piste lagen. Der geringe Widerstand des Seils im Schnee war hier von Nutzen. Und genau das zeigte sich die ganze Saison; ob trocken oder naß, das Dyneema-seil liegt nicht im Gras sondern auf dem Gras. Das Widerstandsverhältnis der Seilausziehkraft ist unter allen Bedingungen zwischen Stahlseil und Dyneemaseil proportional. Geschätzter Wert: Ausziehkraft Dyneema-/ Stahlseil ca. 1/3. |